Empfehlung

Literatur & Links

Journalism, media, and technology trends and predictions 2022 - Immer wieder lesenswert, auch wenn der Fokus vor allem auf die USA und Großbritannien gelegt werden. Was tut sich bei Journalismus, Medien und Technik im Jahr 2022? Das Reuters Institute und die University of Oxford blicken in die Glaskugel.

Deutschlands digitaler Standort-Nachteil - Geht es um die Digitalisierung in Deutschland, dann fällt uns unsere Gründlichkeit offenbar gehörig auf die Füße. Wir sind bei der Transformation zu langsam und zu teuer, kritisieren ausländische Investoren in einer Umfrage von KPMG. Nur 13 Prozent Deutschland bei der digitalen Infrastruktur unter den Top 5 in der EU. Immerhin: Vorzüge habe Deutschland bei hoher Lebensqualität, politischer Stabilität und öffentlicher Sicherheit. (netzoekeonom.de)

Die Digitalisierung der Verwaltung... ist alles andere als einfach. Schließlich sollten Prozesse nicht nur digitalisiert, sondern gleich neu digital aufgebaut werden. Im laufenden Betrieb. Mit sämtlichem Bestand aller alten, analogen Daten gleich dazu. Sowas geht nur schnell und gut in einem Staat wie Estland. Dort hat die politische Wende in den 1990er Jahren in der Verwaltung ein Reset ermöglicht und die neue, junge Regierung diese Chance erkannt und ergriffen. Das Ergebnis gefällt mir richtig gut: e-estonia. Dreh- und Angelpunkt ist immer wieder eine rasche und weitreichende Einführung der E-Akte für eine einheitliche Datenerfassung und -ablage. Lesenswert ist dazu bei T-Online der Gastbeitrag vom Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther (Diese fünf Dinge braucht es, damit unsere Verwaltung digitaler wird, 08.08.2021) und dieser Beitrag im Handelsblatt (16.08.2021): Behördenchefs fordern mehr Tempo bei Etablierung der E-Akte.

Digitalisierung ist mehr als http: Die Rufe nach einem Bundesministerium für Digitalisierung werden lauter. Dieses muss dann jedoch in seiner Arbeit und Entscheidungsfindung schnell und flexibel sein, damit es sich dem Prozess der Digitalisierung immer wieder anpassen und im besten Fall nicht von ihr getrieben wird, sondern selbige aktiv mitgestaltet. (19.07.2021)

Gut schreiben wird gut, wenn zumindest eine der folgenden Eigenschaften berücksichtigt werden: Der Text sollte einfach, besonders, überraschend, mitreißend, verführerisch, intelligent, sozial oder auf einer guten Anekdote basieren. (16.07.2021)

12 zentrale Megatrends: Alles einsteigen, bitte. Die Türen schließen. Der Trend fährt ab! Die zwölf zentralen Megatrends sind aktuell die größten Treiber des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie prägen auf mittlere bis lange Sicht über Jahrzehnte unsere Zukunft. Dabei sind Megatrends nicht linear, sondern vielschichtig und voller gegenläufiger Strömungen. Sie beeinflussen sich gegenseitig und verstärken auf diese Weise ihre Wirkung. Die einzelnen Stationen einer Megatrend-Linie zeigen die wichtigsten Subtrends, die den jeweiligen Megatrend prägen. Die Karte der Megatrends kann beim Zukunftsinstitut als PDF heruntergeladen werden. (10.07.2021)

Bei Content zählt jetzt Klasse und nicht mehr Masse: Immer größere Zugriffszahlen bringen nicht zwangsläufig immer mehr Geld. Die Werbung im Umfeld muss stimmen - und der Inhalt muss den Nutzerinnen und Nutzern auch gefallen. Wichtig sind deshalb Inhalte, die möglichst personalisiert ausgeliefert werden können. Deshalb hat Ippen Media damit begonnen, das Ruder herumzureißen: "Speziell geht es darum, die verschiedenen Traffic-Distributoren genau zu untersuchen und die redaktionellen Abläufe genau wie die verwendeten Technologien so anzupassen, dass alle Kanäle individuell unterschiedlich mit dem jeweils passenden Content beliefert werden können." (06.07.2021)

Gefeuert vom Algorithmus: Über künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag schimpft Patrick Beuth im SPIEGEL. Kritisch wird es spätestens, wenn für personalrechtliche Entscheidungen nur ein Teil der vermeintlichen Intelligenz herangezogen wird. Schließlich ist die Welt und das Leben deutlich komplexer als einfach nur Null oder Eins. (06.07.2021)

Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv: Nach einer telefonischen Umfrage des Digitalverbands Bitkom macht eine zu langsam voranschreitende Digitalisierung Wohnorte unattraktiv. Insbesondere jüngere Bürger könnten in der Folge wegziehen. Eine Mehrheit der Befragten glaubt zudem, dass die eigene Stadt die Digitalisierung verschlafen hat. (07.06.2021)